Die Entwicklung von Hutzel Longear - Teil 2
Nach seiner Geburt (manchmal bereitet das richtige Schmerzen) durchlief der kleine Krieger verschiedene
Stadien.
Es wurde an seinem Aussehen gefeilt, Kleidung wurde verändert, es wurde ausprobiert, was passiert,
wenn man ihn etwas tun lässt, ihm etwas in die Hand gibt. Seine Hintergrundgeschichte spielte eine
immer größere Rolle. Zwar war er klein, aber er war in seinem Volk auch ein Krieger.
Er erhielt Schild und Kurzschwert, die Nase wurde gestutzt und wuchs wieder an. Er sollte realistischer
werden. Ein Ohrring kam hinzu, was ihm ein Stück Verwegenheit geben sollte. Doch für einen
Krieger in einer gefährlichen Welt war das noch nicht genug. Letztlich erhielt er weiterhin Brust-
und Schulterpanzer. Aus mit Schnallen besetzten Schuhen wurden Stiefel.
Da war er nun, der kleine Krieger. Während eines solchen Prozesses wird schnell deutlich, dass ein
Charakter mutterseelenallein in der Landschaft wenig Spannung erzeugt. So entstanden Mitstreiter - Freunde
wie Feinde - und jeder mit seiner eigenen, kleinen Geschichte.
Das Abstimmen weiterer Figuren auf den Hauptcharakter könnte man Komposition nennen. Sie müssen
ihm zur Seite stehen, ergänzen, aber nicht verdrängen.
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