Wer als Handwerker etwas auf sich hält, übt sein Geschäft im Leuchtenden Hort aus. Nirgends im Land sind die Verdienstspannen größer. Kriegs- und Kunsthandwerk, die Herstellung alltäglicher Gegenstände und viele andere Kleinigkeiten setzen Maßstäbe für das ganze Land.
Ein Krieger von Stand lässt im Leuchtenden Hort schmieden, Fürsten bezahlen gleich mehrere Kunsthandwerker für die Ausstattung ihrer Hochzeiten.
Aber auch hier hat sich eine Klasse etabliert. Ein dreggenischer Handwerker trägt seine Nase nicht weniger hoch als ein Kaufmann. Ihre Gilden sind geschlossener als anderswo - seit Generationen haben die Gildenmeister keinen Zuzug neuer Handwerker gestattet. Der Ausspruch Gehandwerket im Leuchtenden Hort soll nicht durch äußere Einflüsse verwässert werden.
Toubens Gerüchte: »Habt Ihr die Hochzeit der jüngsten
Tochter des Statthalters vom Omroria gesehen? Ihre Juwelen, ihre Kutsche waren feinste Arbeiten aus
unserem Handwerksviertel. - Nun, ja, vielleicht, aber nur vielleicht, sollten diese Arbeiten vom Aussehen
der Tochter ablenken. Na, schaut nicht so, die Tochter eines Statthalters muss nicht zwangsläufig
schön sein. - Gesehen habe ich sie natürlich nicht. Die Fenster ihrer Kutsche verdeckten edle
Stoffe. - Aber ich sah den Bräutigam. Und der sah nicht sehr erfreut aus. Wieso auch, wenn man die
Frau noch nie gesehen hat.«

