Ein Gott ist eigentlich kein Ort. Doch hier geht es um die Gre-Statuen, die überall in den Dschungeln des untergegangenen Reiches der Gardan'Gre zu finden sind. Er war der machtvollste ihrer Götter, deshalb wurden seine Statuen wie Grenzpfeiler im Land verteilt. Das Reich wuchs schnell. Die Gardan'Gre versetzten die Statuen nach neuen Eroberungen nicht, sondern sie schufen neue. Streift man in diesen Tagen durch die verlassenen Ländereien dieses Volkes, ist es beinahe unmöglich, nicht auf eine dieser Statuen zu stossen.
Gre war - ist - kein sehr freundlicher Gott. Er verlangte Opfer, Kriegsopfer, so wurden Feldzüge für die Gardan'Gre fast zu einer Sucht. Als sie sich in Richtung des Dreggen-Reiches ausdehnten, kam es zu einer Konfrontation, die zu ihrer Vernichtung führte. Die Stadt Gre'Affan, heute im Dreggen-Reich gelegen, ist der letzte Platz, wo Gott Gre angebetet wird.
So mancher Gott ist der reinen Einbildung entsprungen - sogar ein Blitzschlag in einen Baum kann zur Entstehung eines Gottes führen. Gre jedoch ist Wirklichkeit. Es heißt, er sei ein entstellter Drache, der sich gegen seine Art und den Dreggen-Göttervater Kolra stellte. Titanische Kämpfe vor Äonen entstellten ihn bis zur Unkenntlichkeit. Jahrhundertelang pflegte er seine Wunden und schickte fürderhin seine Anhänger, die Gardan'Gre, in den Kampf.
Toubens Gerüchte: »Oh, Götter?! Bei Göttern sollte
unsereins immer vorsichtig sein, mit dem, was man sagt. Aber ... dieser Gre hat kaum noch Macht, also, ich
bin der Meinung, Gre muss aus unserem Reich endgültig vertrieben werden! In Gre'Affan gibt es immer
noch Tempel zu seinen Ehren - das darf einfach nicht sein! Unser König hat in seiner Güte diesen
Gre-Anbetern gestattet, auch weiterhin ihrem grauslichen Treiben nachzugehen - na, gegen doppelte
Tempelsteuer, so sagt man.«


