Der Vulkangott ist meistens ein Spucker. Brach er in der Vergangenheit aus, so flogen die glühenden Brocken in hohem Bogen in das Meer ringsherum. Prinzipiell fühlen sich die Longears in der Nähe ihres Gottes sicher. Aber verweigern sie ihm den Respekt, schüttet er seinen Zorn auch über ihre Siedlungen aus. In der Tempelhöhle opfern sie ihm Früchte und Meeresgetier.
Eine Besonderheit der Longears ist, dass sie keine Priester kennen. Jeder ist in der Lage, einen Gottesdienst zu zelebrieren. Bis auf bezeugten Respekt und eine Verbeugung des Dankes zum Abschluß der Zeremonie gibt es dafür keinerlei Regeln. Die Leitung des Gottesdienstes wird häufig von der Dorfhexe übernommen. Ansonsten bestimmen die Umstände den Leiter. Wem etwas sehr gutes widerfahren ist, die Geburt eines Nachkommens, eine gute Jagd oder ein guter Fischfang, übernimmt dann die Zeremonie.
Hexenschüsse: »Nun, schön ist er nicht gerade. - (flüsternd) Doch
wer würde dies einem Gott sagen. Außerdem raucht er mehr als ich! (Kichern) - Was haben wir in
seinem Altarraum gefeiert! Er liebt es, uns dabei zuzusehen. Unsere Freude ist seine Freude. Viele
Götter auf dem Festland sind so ... egoistisch. Nicht so unser Gott! Angeblich nimmt er zuweilen
unsere Gestalt an. Welche aus meinem Volk haben einen uralten Longear spät nachts in der
Altarhöhle gesehen. - Wer weiß?«


