Feeiel
Sie ist die stürmische Hälfte der Vampirelfen-Schwestern. Feeiel schlägt gerne
zu, bevor sie fragt. Ihr Gemüt mag waghalsiger sein als das ihrer Schwester Feeial,
dafür ist sie auch in der Führung einer guten Schwertklinge weitaus
geschickter.
Vampirelfen scheuen keine Tageszeit. Keine der althergebrachten Legenden trifft auf sie zu. Die
Untertanen im Reiche der Dreggen wünschen sich, die Legenden würden wahr sein, um ein
Mindestmass an Sicherheit zu haben. Aber dieser Wunsch ist trügerisch.
Von Zeit zu Zeit müssen Vampirelfen Blut trinken, ein Wesenszug ihres Volkes, der
überlebenswichtig für ihre Rasse ist. Manche ihres Volkes gehen dabei mit aller
Boshaftigkeit zu Werke, deren sie fähig sind. Andere lassen ihre Opfer am Leben und nehmen
sich nur soviel sie benötigen.
Feeiel nimmt sich immer mehr, als sie tatsächlich braucht! Blut versetzt sie in einen
Rausch und mit dem Rausch geht die Raserei einher. Vielleicht, aber nur vielleicht, gehen viele
Legenden der Dreggen über Vampirelfen auf Feeiel zurück. Sie scheut zur Blutaufnahme
weder ein vernunftbegabtes Wesen noch ein Tier. Warum sich Feeiel dergestalt von ihrer Schwester
abhebt, ist den meisten Angehörigen ihres Stammes ein Rätsel. Tatsache ist, dass Feeiel
stets darunter gelitten hat, dass ihre Mutter die Schwester Feeial ihr unbewußt vorzog.
In alten Legenden - viele der Älteren nennen sie Märchen - wird vom einem großen
starken Stamm der Vampirelfen berichtet. Eine Zeit, in der alle Völker ihre Sklaven waren.
Um diese Mythen wiederzubeleben, ist sie ein Bündnis mit ihrem Vater Tshenja'Nat
eingegangen, der ihr versprach, ihre Pläne zu unterstützen. In Wirklichkeit wird sie
nur von ihm für seine Zwecke benutzt, doch das wird sie erst viel später erfahren.
Der kleine rothaarige Mann, den zu schützen, ihr der Vater auftrug, ist ihr zuerst lästig,
später verdächtig, aber dann wird sie ihn ins Herz schließen - wenn auch nur
widerwillig.
Als die Schwestern in einen Hinterhalt der Katzen geraten, ist es ausgerechnet Hutzel Longear, der der
gemeinhin grantig auftretenden Vampirelfe das Leben rettet. Da er kein Aufheben davon macht, ist
sie zunächst verblüfft, ist sie es doch gewohnt, mit Taten zu prahlen. Irgendwann jedoch wird
sie in seiner Bescheidenheit einen neuen Weg für sich erkennen.


