Rotrenner
Diese Tiere sind entfernt mit den Blutlappenläufern verwandt. Man findet die
kleinen Rotrenner-Herden nur im kargen Grenzland zwischen dem Dreggen-Reich und dem
ehemaligen Land der Gardan'Gre.
Ungefähr 15 Tiere lassen sich in einer Herde finden, angeführt von einem
Leitbullen, der sich den Schutz der Herde mit zwei oder drei jüngeren Bullen
teilt. Da Blutlappenläufer nur Soldaten vorbehalten sind, haben sich die
Rotrenner als einfache Nutztiere im Randgürtel um den Mons Ito durchgesetzt. In
diesem Teil des Landes haben die Rotrenner so gut wie keine Feinde. Ausgewachsene
Rotrenner beeindrucken durch ihre Größe und Farben und haben es nicht
mehr nötig, sich zur Wehr zu setzen. - Einzig ein Aaglie schlüpft des
Nachts mitunter durch ihre Reihen und bedroht die Jungtiere.
Eine eigene Rotrenner-Herde zu besitzen, ist häufig ein Status-Symbol von
Großgrundbesitzern. Sie sind auch relativ leicht zu zähmen. - Man
zäune ein ausreichend großes Gelände mit einer Herde darin ein.
Danach mache man sich daran, den Leitbullen zu zähmen. Viel Futter und
Leckereien besänftigen das hohe Tier. Sobald es sich gefügig zeigt und mit
Vertrauen reagiert, werden die anderen Tiere der Herde folgen.
Gut geführt, dient eine Herde als Lastiere oder in manchen Fällen als
Reittiere. Dafür bieten sich jedoch nur ausgewachsene Bullen an. Viele Herden
befinden sich seit langem in Familienbesitz. Jungtiere kommen nur scheinbar in
Gefangenschaft zur Welt, da sie man sie durchaus dazu anhält, auch selbst
für ihr Futter zu sorgen. Außerdem werden sie zumeist nur in ihren
gewohnten Gegenden eingesetzt, so dass sie die Anpassung an ihren Lebensraum nicht
verlieren.
Rotrenner werden sehr alt. Mancher Leitbulle hat das Lebensalter eines Dreggen
erreicht.


