Weißer Nang
Die Heimat dieser Tiere sind die Kloaken im Reich der Dreggen. Dort kriechen sie durch die Schächte
der bedeuternden Städte. Selten haben die Einwohner einen weißen Nang gesehen - lebend schon
gar nicht. Ab und zu wird ein Kadaver aus den Schächten an die Oberfläche gespült.
Ein weißer Nang ist deutlich größer als sein grauer Verwandter. Unterirdisch gibt es
keinen Feind, der ihm gefährlich werden kann, dafür jedoch für einen Allesfresser Nahrung
in Hülle und Fülle.
Bisweilen gräbt er mit seinem starken Gebiß auch neue Röhren unter den Städten,
unterhöhlt gar manches alte Gebäude, dessen Bewohner nicht ahnen, dass jeden Augenblick alles in
sich zusammen stürzen kann.
Manche Stadtoberen sind sich der Plage wohl bewußt und haben wegen dunkler Ahnungen einst auch
Jäger beauftragt, dieser Gefahr Herr zu werden. Doch diese weigerten sich schlicht, gegen diese
Bestien vor zu gehen. In den Abwassern anderer zu jagen, ist unter ihrer Würde.
So vermehren sich die weißen Nangs ungehemmt - nun beinahe ungehemmt, denn einen Feind hat der Nang
zuweilen doch: sich selbst! Nimmt der Bestand an weißen Nangs Überhand, dezimieren sie sich
selbst. Junge sollten sogar vor ihrer Mutter Reißaus nehmen.


