Fando
Diese riesenhaften Raubkatzen wurden in der Geschichte der Dreggen bereits sehr früh
gezähmt.
Zwei Illusionisten des fahrenden Volkes, Siebirian und Royban, machten ihre ersten Erfahrungen mit diesen
Tieren, als sie einen Wurf dieser Raubkatzen großzogen, deren Mutter in einer Schlucht zu Tode
gekommen war. Fandos erwiesen sich als gelehrige Tiere.
Die ersten Kampfeinsätze erlebten die Tiere im Erbfolgekrieg auf Seiten des jetzigen Königs. Zu
jener Zeit nutzten die Dreggen sie aber noch nicht als Reittiere. Erst Rotans Vater, Ra'Unar, führte
diese Form des Nutzens bei den Dreggen ein, bis sich herausstellte, dass eine gemischte Kavallerie von
Blutlappenläufern mit einer angeschlossenen Formation von Fandos nur schwer zu kontrollieren war,
denn in der Natur sind beide Arten natürliche Feinde.
Die Erfolge von berittenen Fandos in eigenen Einheiten waren spektakulär. Im Krieg der Gardan'Gre
fuhren solche Trupps durch den Feind wie der Schnitter unter das Korn. Kein Gegner hatte diesen Einheiten
etwas vergleichbares entgegenzusetzen. Zwar entwickelten die Gardan'Gre Abwehrmaßnahmen, diese
wurden jedoch von den Tieren schnell durchschaut. Die Reiter der Fandos waren klug genug, die angeborene
Schläue der Raubkatzen zu nutzen.
Inzwischen sind Fandos ein fester Bestandteil der Dreggen-Gesellschaft. Das goldblaue Fell eines
kampferfahrenen Tieres nach dessen Ableben zu erwerben, verspricht dem Besitzer Glück bis an das
Lebensende. - Selbst der Verkauf edelster Kunsthandwerke erzielt keinen größeren
Gewinn.
Nur das Heer und Arenen dürfen Fandos halten. Privatpersonen ist es verboten.


