Aaglie
Aaglies sind kleine Jäger. Einem erwachsenen Dreggen reichen sie ungefähr
bis zu den Knien oder, anders betrachtet, sie werden halb so groß wie ein
ausgewachsener Hornbrag. Sie sind Einzelgänger und Allesfresser. Darüber
hinaus scheinen sie nicht an ein bestimmtes Klima gebunden. Ein aufmerksamer
Wanderer trifft sie in bitterkalten, in feuchten, aber auch in vorwiegend
heißen Gebieten des Dreggen-Reiches.
Aaglies haben kein Problem damit, sich an Pflanzen gütlich zu tun und Felder
mit reifen Früchten zu plündern. Desgleichen brechen sie auch in die
Pferche von Bauernhöfen ein, um dort Jungtiere zu reißen. Gerüchte
besagen, sie würden selbst vor jungen grauen Nangs nicht
zurückschrecken.
Die Männchen der Aaglies fallen durch eine leuchtend gelbe Kopf-, Rücken-
und Bauchfärbung auf. Gerade in der sommerlichen Paarungszeit nimmt diese
Leuchtkraft noch einmal zu. In diesen Tagen des Jahres kommen die Aaglies auf weiten
Ebenen zusammen, und die Männchen kämpfen um die Gunst der Weibchen. In
den Nächten hallen ihre jaulenden Schreie bis in naheliegende Gehöfte, und
ihr Leuchten gleißt in der Dunkelheit. - Bereits in alter Zeit entstanden so
die Legenden von Geistertänzen gefallener Krieger, da manche Ebene ein
ehemaliges Schlachtfeld war.
Jäger halten die Gefahr, die von einem Aaglie ausgeht, für gering, da
selbst ein genügend bewaffnetes Kind einen Aaglie bedrohen kann. Einzig in der
Paarungszeit sollte der Wanderer sich tunlichst von ihnen fernhalten, da die Balz
einen Aaglie unberechenbar macht.


