Das Volk der Finia hat seinen angestammten Lebensraum in küstennahen Gebieten. Ähnlich den S'Tamone und den Katzen sind sie sehr naturverbunden. Entgegen ihrer Verwandten im Geiste jedoch haben sie es geschafft, sich aus den Quereleien und Kriegen anderer, insbesondere der Dreggen, herauszuhalten.
Ihre Heimat ist eine langgestreckte Inselregion vor den Küsten von Tomcall und Omroria. Da die Schifffahrt der Dreggen auf den Meeren noch in den Kinderschuhen steckt, sind sie bislang einer richtigen Entdeckung entgangen. Flüchtige Begegnungen mit den Finia werden als Seemannsgarn an den Tischen der Hafentavernen erzählt.
Die Finia leben in selbstgewählter Isolation. Kontakte zu anderen Völkern erscheinen ihnen nicht lohnenswert. Auf den Inseln betreiben sie ihre ganz eigene Form des Ackerbaus. Tief im Inselinneren haben sie Tunnel bis unter den Meeresboden gebohrt. Schächte und Rohren verbinden die Inseln in einem komplexen System miteinander. Einzelne Bohrungen haben unterseeische Höhlen erschlossen, wo sie in kleinen Farmen Tiere züchten.
Die Großfamilien der Finia, die mehrere hundert Mitglieder umfassen können, entsenden jeweils ein Familien- oberhaupt in einen Rat. Diese Regierung erlässt keine Gesetze, denn Widrigkeiten sind so gut wie unbekannt. Vielmehr sind sie Planer weiterer Höhlensysteme, von Versorgungswegen, Plantagen und Farmen.
Um ihre Abgeschiedenheit zu bewahren, schicken die Familien von Zeit zu Zeit Späher hinaus. Sollten sich Gefahren in Form von Kriegs- oder gar Piratenschiffen finden, werden diese, bevor sie den Finia zu nahe kommen, zumeist im Schutze eines Sturmes versenkt. Dazu bohren sie unter Wasser die Schiffsrümpfe an. Ihre Feinde sind gegen diese Form der Attacken hilflos.
Toubens Gerüchte: »Nun, was Piraten erzählen, - oder solche, die es angeblich
einmal waren - dem sollte unsereins keinen allzu großen Glauben schenken. Meeresmonster, unbekannte
Schiffe, die vor ihnen einfach davon segelten. Pah! Und dann noch Wesen, die nächtens ihre Schiffe
auf heimtückische Art und Weise versenken? Starke Männer finden doch immer etwas, das ihnen
Angst macht.«


