Djeloscha
Das Wort Djeloscha bedeutet übersetzt: ein Volk. Dieses Wort gewinnt an Bedeutung, wenn ein
Außenstehender die Zusammensetzung dieses Volkes betrachtet. Scheinbar ist die Ausprägung
ihrer Gestalt so mannigfaltig, dass es unmöglich scheint, sich vorzustellen, wie sie sich so
entwickeln konnten.
In Wahrheit sind die Djeloscha aus einem Zweckbündnis hervorgegangen, waren sie doch einst
Sklaven. Nur ein Zusammenschluss machte eine Rebellion möglich. Nachdem die früheren
Herrscher vertrieben, die Zeichen der Tyrannei vernichtet waren, behielten die Djeloscha ihr
Bündnis bei.
Niemals haben gewonnene Rebellionen - zu recht oder nicht - eine stabile Gesellschaft von einem Tag
auf den anderen hervorgebracht. Die unterschiedlichen Eigenschaften der Djeloscha gehen weit über
die Masse der Individuen eines normalen Volkes hinaus. Die sich heute Djeloscha nennen, sind in
Wirklichkeit Aberdutzende von Völkern, die sich nicht nur einer kulturellen Durchmischung
verweigern, sondern auch von ihrer Physis her nicht zu gemischter Fortpflanzung fähig
sind.
Unter der Oberfläche einer verkrampft wirkenden Staatsform - überstrukturiert und paranoid -
gären die Zwiste, ist die Ränkeschmiede zu einer Volkskrankheit geworden.
Einige der Volksgruppen haben es in dieser Disziplin zu wahrer Meisterschaft gebracht. So werden jene,
deren Begabung als Krieger unbestritten ist, oft von ihnen übertölpelt und manipuliert. Manch
ein Konflikt scheint zunächst undurchschaubar, da eine Motivation nicht nachzuvollziehen ist.
Gäbe es nicht auch den einen oder anderen Vermittler - mitunter auch von außen -, wäre das
Volk der Djeloscha längst auseinander gebrochen.
Die Djeloscha leben in ihrem Gebiet zwangsweise isoliert, da die Randbereiche Wüsten sind. Einzig das
Meer gewährt einen relativ sicheren Zugang.


