Ritter sind Leibwächter. Sie ziehen umher, verdingen sich bei einem Herrn für ein horrendes Entgelt oder, falls ihnen der Auftrag ehrenhaft erscheint, auch gegen Kost und Logis.
Bei den Dreggen gelten sie allgemein als Phantasten mit einem Ehrbegriff, den es lediglich in Märchen und Mythen gibt. Viele Dreggen glauben nicht einmal, dass es sie gibt, weil sie noch nie einen zu Gesicht bekamen. Dennoch werden Geschichten über Ritter gerne erzählt. Die bekanntesten sind die der Sieben Ritter und der Kopfjäger. Aber diese Geschichten sind so phantastisch, dass man sie nur Kindern erzählt.
Ihre Ausbildung ist universal. Kampf, Taktik, Kultur, Handwerk, all das fließt in die Ausbildung ein. Legenden von gewonnenen Kämpfen, bei denen kein Handstreich ausgetauscht wurde, beinhalten einen wahren Kern. Das Wissen um kulturelle Eigenarten gibt Rittern ein mächtiges Werkzeug in die Hand. Mancher Angreifer sah sich durch einen Trick außer Gefecht gesetzt.
Da Ritter sich nicht viel aus Mythologien machen, setzen sie auch diese gnadenlos gegen ihre Feinde ein. Nicht selten wurden Gegner durch die Verkleidung eines Kolra oder Ruhbald Angstschmied zum Narren gehalten.
Hochmut kommt vor dem Fall, so heißt es. Mancher Ritter muss aktiv gegen eine gewisse Arroganz ankämpfen, wissen sie doch, dass ihre Stellung einzigartig und ihr Wissen dem vieler anderer weit überlegen ist. Bis heute allerdings hat sich ihr Ehrbegriff immer als stärker erwiesen, den sie seit ihrer Zeit als Knappe erlernten.
Toubens Gerüchte: »Als kleiner Lausejunge habe ich diese
Geschichten geliebt! Sieben Ritter gegen 40 Räuber und sie gehen tapfer als Sieger hervor. Legenden
dieser Art haben das Reich der Dreggen groß gemacht. - Nein, ich habe noch keinen Ritter gesehen. Doch
ich wünsche mir ... Ja, es wäre schön, wenn es sie gäbe.«


