Jäger
Das Volk der Dreggen betreibt Raubbau. Bevor die Landwirtschaft fest in ihrer Zivilisation verankert war,
jagten sie in den Wäldern, bis das Wild in seiner Gänze stark vom Aussterben bedroht war. Die
Dreggen erkannten schließlich doch den Vorteil von Nutztieren - wenn ihnen auch bei der
Züchtung des Zweiköpfigen Ito und des Grumpf kein großer Wurf gelang, denn beide schmecken
fürchterlich.
Der Jäger wurde zu etwas Besonderem. Nur in Gilden organisierte Jäger dürfen die Jagd
betreiben und nur wer wahrhaft Geld besitzt, kann sich einen Jäger als Bediensteten leisten. Hinzu
kommt, dass ihre Zahl auf das Reich gerechnet gering ist, was sie umso begehrter macht. So mancher Adelige
oder reiche Händler würde einen Jäger anstellen, findet aber keinen. Es kommt vor, dass
Jäger nicht nur den Beruf an Sohn oder Tochter weitergeben, sondern dass auch
generationenübergreifend im gleichen Angestelltenverhältnis verblieben wird.
Innerhalb der Jägergilden hat sich eine Wandlung vollzogen. Städtisches Leben wird nicht mehr
gelitten, eine Behausung in der Stadt ist nur anerkannt, weil dem Jäger die Nähe zum
Auftraggeber vom Königshaus vorgeschrieben ist.
Den Gilden untergeordnet existieren familiäre Clans. In den vergangenen Zyklen fanden immer
häufiger Treffen der Clan-Oberhäupter statt. Im Untergrund gedeihen Pläne, sich in die
Wälder zurückzuziehen und die Zivilisation des Reiches hinter sich zu lassen.
Ein paar der führenden und älteren Jäger haben zu diesem Zweck bereits Kontakt zu den
Katzen aufgenommen, um freies Geleit durch ihre Gebiete zu erbitten. Und vielleicht den einen oder anderen
Platz, an dem sie sich dauerhaft niederlassen können.


