Die Verfolger - Teil 3 von 4
Der kleine Krieger war die halbe Nacht gelaufen. Er hatte die Bauernhöfe im Hinterland des
Leuchtenden Hortes hinter sich gelassen und endlich unbewohntes Gelände erreicht.
Nach Stunden gestattete er sich eine kurze Pause und horchte. Das Knacken von zerbrechenden Ästen
wurde von einem Hecheln und Knurren abgelöst. Hutzel Longear kannte keine Pflanzenfresser, die
knurrten, und Sorgenfalten gruben sich tief in seine Stirn. Vor ihm erstreckte sich eine weite Ebene,
nur durchbrochen von vereinzelten großen Felsblöcken. Als sich das Hecheln weiter
näherte und sich rot leuchtende Augen im Gehölz abzeichneten, lief er schnell weiter.
Auf der Ebene sah er zurück. Seine Verfolger verließen die Schatten. Ein Rudel Raubtiere,
denen seiner Heimat nicht unähnlich, rannte ihm im geduckten Lauf nach. Ohne einen Gedanken zu
verschwenden, erklomm Hutzel eine Felsformation, die für die Tiere unzugänglich sein sollte.
Er wollte triumphierend hinunterschauen, da brach unter seinen Füßen das Gestein. Hutzel
verschwand kopfüber in der Tiefe.
Unten hob er verschreckt den Kopf. Der kleine Krieger kannte Gräber von seinen Aufenthalten an der
Küste. Im fahlen Licht, das durch die Öffnung über ihm fiel, funkelten allerlei Beigaben
und direkt vor ihm saß eine mumifizierte Gestalt auf einer Art Thron. Im Boden eingeritzt
entdeckte er seltsame Schriftzeichen und an der Seite des toten Fürsten - ein Schwert! Es lehnte
halb versteckt unter einem modrigen Mantel. Er näherte sich ehrfürchtig und zog es hervor.
Fast wollte er sich schon abwenden, da besann er sich und legte dem Toten eine Münze zu
Füßen. Er war ein Krieger, kein Grabräuber.
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