Die Verfolger - Teil 1 von 4
Die dunkelhaarige Frau hatte ihm zugeblinzelt! Hutzel konnte es kaum glauben. Ein Seufzer kam nicht in
Frage, wäre ihm jedoch beinahe über die Lippen gekommen. Mit pochendem Herzen hing er an einem
Holzbalken über dem Torwächter. Bis vor wenigen Augenblicken lehnte dieser seltsame Bursche
noch dösend an der Wand ...
»Ich hätte nicht niesen sollen«, dachte Hutzel, »meine Haare hängen mir
dauernd ins Gesicht ...«
Der kleine Krieger machte sich keine Gedanken darüber, warum die Frau den Wächter ablenkte.
Auch für Dankbarkeit war keine Zeit. Ihm machte vielmehr zu schaffen, dass seine Kräfte stetig
nachließen. Seine Wangen liefen vor Anstrengung rot an, deshalb schnappte er nur Wortfetzen aus
dem Gespräch unter sich auf.
»Um den Krieg zu überleben, muss man selbst zum Krieg werden«, erklärte der
Wächter gerade. Offenbar glaubte er, ein junges, unbedarftes Ding beeindrucken und zu einem
Schäferstündchen überreden zu können. Sein wohlmeinendes Lächeln geriet
lediglich zu einer dümmlichen Grimasse. »Das macht einen Krieger entbehrlich.«
Die Frau verzog leicht den Mund. »Ja, das bist du.« Des Wächters Überraschung
über diese Aussage währte kurz, denn ein Dolch blitzte in einer Hand der Frau auf. Es war
schnell vorüber.
Hutzel ließ sich fallen. Die Frau stützte ihn. Ernst schaute sie zu ihm herab. »Wer
bist du?« fragte Hutzel atemlos und verwundert.
»Mein Name lautet Feeial ... und jetzt lauf geschwind, kleiner Mann!«
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