Die Revanche - Teil 5 von 5
Während die dunkelhaarige Feeial den kleinen Krieger herzte, begutachtete ihre Schwester den
Schauplatz des kurzen Kampfes. Nun, dachte Feeiel, ein richtiger Kampf war es nicht gewesen. Ein
Aufprall vielleicht und ein Brüllen dieses grünen Wurms. Die Katze hatten sie jedenfalls
in die Flucht geschlagen - ein Glücksfall, mehr nicht. Sie hob den Speer auf, den die Katze
zurückgelassen hatte. Ein Stirnrunzeln begleitete ihre Bewegungen.
Sie drehte sich zu ihrer Schwester um, die den rothaarigen Wicht sachte wieder auf dem Boden
absetzte. Feeiel erinnerte sich an den Moment, als sie den kleinen Mann in einen Schacht des
Leuchtenden Hortes geworfen und über die Unfähigkeit dieses winzigen Kriegers
gelächelt hatte. Er hatte es nicht nur weiter geschafft, als zu erwarten gewesen war, es war
ihm seltsamerweise auch noch gelungen, sich mit einem Walddämonen anzufreunden. Ihre Mutter
würde diesen Umstand als Zeichen werten, als gutes Zeichen, das die Erfüllung der
Prophezeiung einläutete.
»Was schaust du, Schwester?« Feeial stellte sich demonstrativ neben den kleinen
Krieger. »Bist du überrascht?«
»Das bin ich in der Tat!« Feeiel deutete auf den Walddämonen. »Einem Paar
dieser Art begegnet man nicht oft.«
Hutzel, der von einer ungewöhnlichen Begegnung in die nächste taumelte, hatte ein
wenig Mühe dem Gespräch der beiden Frauen zu folgen. Einige Worte waren ihm unbekannt.
Aber er begriff wohl, dass das Gespräch von ihm und seinem Reisegefährten handelte.
»Ungewöhnlich nicht wahr?« Feeial klopfte Hutzel auf seinen Schulterpanzer.
»Ungewöhnlich? Was, wer? Er? Was ist er? Wisst ihr, was er ist?« fragte der
kleine Krieger aufgeregt.
Feeial lächelte ihn aufrichtig an. »Dein grüner Freund ist ein Walddämon,
kleiner Mann.« Und nach einer Pause: »Alles weitere erfährst du, wenn wir unseren
Stamm erreichen.«
[ Teil 4<<
>>Der Stamm des Blutes - Teil 1 ]

