Die Revanche - Teil 3 von 5
Hutzel sah das Blattwerk an sich vorüberrauschen, zu schnell, um noch nach einem Ast greifen zu
können. Er wollte schreien, da raubte ihm der Aufprall den Atem.
Über ihm drehten sich die Blätter. Blitzende Schleier schienen vor seinen Augen zu hängen.
Trotzdem rappelte er sich in eine sitzende Position auf. Es streckte sich ihm ein zornig verzerrtes
haariges Gesicht entgegen. Hutzel blickte der Jägerin direkt ins Gesicht. Aus der Nähe betrachtet
sahen ihre Fangzähne noch bedrohlicher aus. - Dabei lächelte sie nur.
Der kleine Krieger lächelte schüchtern zurück und wurde sich bewußt, dass er auf
ihr saß. Ihre Worte erklangen zischend, keineswegs ärgerlich, doch die Kralle, die sie zur
Begleitung ihrer Sätze über sein Gesicht führte, machte ihm mehr als deutlich, wie sehr
gefährlich seine Situation war.
»Ich wollte ... nicht stören,« murmelte er. Ich wollte nicht stören! Der kleine
Krieger schüttelte empört über sich selbst den Kopf. Viel mehr Zeit zur Beendigung seiner
Gedanken blieb ihm nicht. Die Jägerin hatte zu ihrer kalten Wut zurückgefunden und stieß
ihn von sich.
Hutzel wollte sich geschwind zur Seite rollen, als sich ihr Speer auf ihn richtete. Es blieb bei dem Willen
zur Bewegung, denn ein tosender Schmerz durchströmte seine linke Seite. Vielleicht hatte er sich bei
dem Aufprall etwas gebrochen. Für instinktives Handeln war es zu spät. Die Speerspitze
stieß auf ihn zu ... Ein allzu bekanntes Geräusch gellte auf. Äste krachten über
Hutzel entzwei und eine Wolke aus zerfetzten Blättern ging einem scheinbar irren grünen Wurm
voraus, der, am Boden angekommen, mit weit aufgerissenem Maul auf die Jägerin zustürmte.
Der Speer steckte im Boden neben dem Kopf des kleinen Kriegers und eine verdutzte Jägerin riß
ihrerseits die Arme hoch, um ein wahrhaft großes Maul abzuwehren.
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