Ein langer Weg - Teil 1 von 4
Die Frage war nicht, ob dieser merkwürdige Wurm Hutzel etwas zuleide tun würde. Das stand
inzwischen fest. Die Frage war, wie er dieses anhängliche Biest wieder los würde.
Stunde um Stunde war seit Beginn der Wanderung vergangen. Der Wurm hüpfte dem kleinen Krieger einmal
voraus, blieb mal an dessen Seite oder kroch gemächlich hinterdrein. Zwar verhielt sich das Wesen
sehr folgsam und benahm sich instinktiv so, wie es die Situation erforderte, doch wohl fühlte Hutzel
sich nicht dabei. Er hatte einen weiten Bogen um eine Ansiedlung gemacht, die er in der Ferne hatte
ausmachen können und näherte sich nun einer Brücke. Diese würde zweifellos bewacht
sein.
»Zieh endlich deinen eigenen Weg,« brummte Hutzel den Wurm an. »Mit dir an meiner Seite
falle ich viel zu sehr auf!«
Doch das Wesen bleckte in spöttischem Grinsen nur die Zähne und legte den Kopf fragend
schief.
»Ich spaße nicht!« Das Gesicht des kleinen Kriegers lief rot an. Das Wesen setzte eine
finstere Miene auf und knurrte zurück. »Oh! Du offenbar auch nicht. - Dann bringe mich
wenigstens nicht in Schwierigkeiten.«
Wie schön waren doch die Zeiten, dachte Hutzel, als ich noch ein kleiner Lauser war. Ich war unter
meinesgleichen. Nun sind alle fort. Wer weiß wo? Dafür habe ich ein grünes Biest an meiner
Seite, dessen Zähne mir größer scheinen, als meine Ohren lang sind. Die Götter sind
nicht gerecht.
Und weiter ging es. Sich bewegende Gestalten waren bereits jetzt um den Brückenkopf herum zu
erkennen. Wie sollte der kleine Krieger sie nur unbemerkt passieren?
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