Am Hofe des Königs - Teil 2 von 3
Diese frevelhafte Tat blieb nicht unbemerkt. Die Statuen zu beiden Seiten des Königs erwachten zum
Leben. Ihre vormals steinerne Haut verfärbte sich rötlich, kleine Flammen loderten empor. Ihr
Grinsen entblößte goldglänzende Fangzähne. Derjenige, der Hutzel Longear am
nächsten stand, ergriff mit einer krallenbewehrten Pranke den kleinen Krieger und zerrte ihn vom
Boden hoch.
Der Schmerz öffnete Hutzels Hand, das im Zorn gezogene Messer entfiel ihm. Er versuchte sich vom
Körper des Feuerwächters abzustoßen, verbrannte sich jedoch nur die Handflächen
dabei. Um ihn herum wurde die Luft unerträglich heiß, machte jeden Atemzug zur Qual.
Schwefeliger Gestank stieg in seine Nase. Hutzel hieb seine Fingernägel gegen die breite Brust des
dämonischen Wesens und glitt erfolglos ab. Tritte, stark genug einen hundegroßen Patan zu
Boden zu schicken, schmetterten gegen den Beinpanzer des Feuerwächters, der nur ein zischendes
Lachen hören ließ.
Der Feuerwächter streckte die Pranke aus. Langsam, brutal langsam, näherten sich die Krallen
dem Gesicht des kleinen Kriegers. Hutzels Augen tränten wegen der Hitze, während seines
letzten hilflosen Aufbäumens.
»Stopp!« schrie der König der Dreggen durch die Halle. Der Feuerwächter verharrte
in seiner Haltung.
»Töte ihn noch nicht!«
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