Keinfussabhand - Teil 4 von 4
Erneut plumpste Hutzel auf den Hosenboden. Seine empfindlichen Ohren schmerzten durch das scheinbar
überirdische Geräusch. Beide Hände auf die Ohren gelegt, stieß er sich mit den
Füssen vom Boden ab und schob sich in die dunkelste Ecke des ausgehöhlten Baumstammes.
Währenddessen flüchteten draußen im Wäldchen die Tiere, Fandos und Krieger
gleichermaßen. Der kleine Krieger nahm davon nichts wahr. Zu sehr war er von dem Verhalten des
fremden Wesens gefangen genommen.
Der Laut brach ebenso plötzlich ab, wie er ertönt war. Zufrieden schniefte es und
schüttelte sich. Der seltsame Wurm wandte sich zu Hutzel Longear um. Das Leuchten in seinen Augen
ließ nach, brannte nur noch mit der Intensität eines glimmenden Lagerfeuers. Als es auf ihn zu
hüpfte, hielt der kleine Krieger sein letztes Stündlein für gekommen. - Selbst wenn er
gewollt hätte, wäre eine Bewegung ihm nicht möglich gewesen.
Doch der Wurm verhielt sich nicht so, wie befürchtet. Vielmehr schien ein grosser Teil seiner Kraft
von ihm gewichen. Er drehte sich ein wenig, schloss die Augen vor Müdigkeit und fiel bereits
schlafend gegen Hutzel. An die Knie Hutzels gelehnt schlummerte das Wesen gemütlich.
Der kleine Krieger schob die Hand des Wesens vorsichtig aus seinem Gesicht, erstaunt über die
lederartige, angenehm warme Oberfläche.
»Ich glaube fast, du wirst mir nichts tun,« murmelte Hutzel. Obwohl die Gefahr vorerst gebannt
schien, würde es sicherer sein, nicht in Heiterkeit auszubrechen.
Bald schon wurde es Nacht und auch dem kleinen Krieger gelang es nicht mehr, wach zu bleiben. Mit dem
unbekannten Wesen an seiner Seite schlief er erschöpft ein.
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