Wenn Katzen jagen - Teil 1 von 2
Tief in der Provinz Zorp an den Ausläufern des Keulengebirges lag die geheimnisumwitterte Festung
Bracktäton. Die Tage waren vergangen, und Katani hatte sich langsamer als je zuvor an ihr Ziel
herangepirscht.
Nun lag sie eng an ein Mauerwerk der Festung gepreßt und beobachtete. Nichts von dem, was ihr bisher
aufgefallen war, erfreute sie. An den Toren, derer es drei an der Zahl gab, herrschte ein scheinbar ewiges
Kommen und Gehen. Baumaterialien wurden von Sklaven unter der Aufsicht von stämmigen Dreggen-Kriegern
herbei getragen. Von außen betrachtet, waren die Vorgänge hektisch und betriebsam, aber nicht
anders, als Katani es von den Dreggen gewohnt war. Im Festungsinneren erwartete sie jedoch eine
große Überraschung.
Auf den inneren Mauern schritten merkwürdige Gestalten ihre Wachgänge ab. Obwohl Katani scharfe
Augen besaß, blieben die Wächter aus dieser Entfernung betrachtet schemenhaft. Also
beschloß die Katzenjägerin näher an ihr Ziel heran zu schleichen.
Just in dem Moment, in dem sie ihr neues Versteck gefunden hatte, traten zwei der Wächter auf einen
nahe gelegenen Wehrgang. In Größe und Gestalt hätten sie nicht unterschiedlicher sein
können. Und einen dieser Krieger vermochte Katani zu erkennen: ein Anhänger des Odems des
Drachen! Fanatische untote Söldner. Jetzt vernahm Katani auch den Gestank dieser Kreatur.
Das andere Wesen war ihr unbekannt. Sehr groß, mit einer rot schimmernden Hautfarbe und einem
massigen Schädel, der mit Hörnern bewehrt war. Was dieses Wesen auch sein mochte, es schien, als
habe der viel kleinere Söldner einen gehörigen Respekt davor.
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