Der Heimweg - Teil 1 von 4
Die Sonne hatte ihren höchsten Punkt bereits überschritten. Hutzel Longear rastete auf einem
hohen Felsen inmitten der öden Landschaft. Ein Blick gen Himmel zeigte träge Wolken nach
Norden ziehend, wo ihr Regenwasser dankbare Bauern finden würde.
Seit Tagen wanderte er nun schon zwischen diesen tristen Felsen hindurch, hielt sich, so weit es
möglich war, in ihren Schatten. Doch so manche Hitze schien unerträglich zu sein, weshalb er
auch des Nachts unterwegs war. Dieser war der erste Tag, der vergleichsweise angenehme Temperaturen
hervorgebracht hatte. Nur in weiter Ferne flimmmerte die Luft leicht über dem welligen
Land.
Er döste vor sich hin, als ein leises, ungewohntes Geräusch an seine empfindlichen Ohren
drang. Knirschendes Gestein, ein Rauschen in der Luft, metallenes Reiben von Rüstungen. Schon oft
hatte Longear dergleichen vernommen, aber nie so weit abseits aller Siedlungen.
Langsam drehte er sich auf den Bauch und kroch zum Rand des Felsens. Durch das dünn wachsende
Blattwerk hindurch erspähte er einen kleinen Trupp Dreggen auf ihren Fandos. Eine Staubwolke zog
hinter ihnen her.
[ >>Teil 2 ]

