Der Unterhandel
Auf den beiden Seiten des Flusses Chortach standen sich die rivalisierenden Gruppen der Djeloscha
gegenüber. Hutzel Longear und sein Freund, der Walddämon Keinfussabhand, standen besorgt und
unschlüssig auf einer schmalen Insel inmitten der träge dahinfließenden Wellen zwischen
den Kontrahenten.
Djeloscha waren nicht für Diplomatie im herkömmlichen Sinne bekannt. Für sie bedeutete ein
Kampf zweier Volksgruppen nichts anderes als eine politische Auseinandersetzung. Wenigstens so viel hatte
der kleine Krieger bei seinem Aufenthalt in diesem Land herausfinden können. Gerne, sehr gerne,
hätte er sich aus diesem Zwist herausgehalten, aber das war nicht möglich. Ein Versprechen band
ihn an diese Mission.
»Wenn du einen Vorschlag hast, Ka, dann ist wohl jetzt die letzte Gelegenheit dazu«,
flüsterte Hutzel dem Walddämonen zu.
Keinfussabhand schnaufte zur Antwort. Es war sein üblicher geringschätziger Kommentar, den er
stets in ausweglosen Situationen hören ließ.
»Danke!« Hutzel beobachtete, wie sich am linken Ufer eine Delegation aus fünf
Tchok-Djeloscha aus der Masse des Heeres löste. Gegenüber verhielten sich die Umrak-Djeloscha
ruhig. Diese Volksgruppe konnte nicht schwimmen und würde warten, bis er zu ihnen
übersetzte.
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